Naturworkshops in der Medienwerkstatt

Seit 2016 bieten wir in Kooperation mit der Deutschen Wildtier Stiftung auch Naturworkshops an.

Aktuell bieten wir folgende Kurse dazu an:

Die Igel im Jahreslauf

3 x 2 Stunden, ab 5 Jahren

Stacheltier, Foto: Sulamith Sallmann

Spielerisch lernen die Kinder bei uns den Igel kennen. Dazu benutzen wir ein Bilderbuchkino, in das wir die Kinder aktiv einbinden. Später setzen wir eine eigens dafür konzipierte Geschichte mit den Kindern als Schattentheater um. Auch hier beteiligen wir die Kinder, je nach Vermögen, an der Umsetzung (z.B. vorlesen, Rollen verteilen, anpassen der Geschichte an ihre Ideen dazu, selbständig am Kopierer Figuren duplizieren, Figuren erstellen, Ablauf der Geschichte proben, Geräusche dazu ausdenken, Hintergründe auswählen und entsprechend einsetzen, Vorführung).
Igel, Fuchs, naturworkshop, SchattentheaterIn den nachfolgenden Modulen gehen die Kinder mit uns auf eine Fantasiereise, vertiefen ihr Wissen mithilfe einer 20minütigen Hörgeschichte und einem anschließenden Igelquiz.
Die Kinder basteln sich jeder ein Leporello mit 12 Seiten (für jeden Monat eine Seite) mit Text und Bild zum Igel. Die bei uns erstellten Sachen dürfen natürlich von den Kindern mitgenommen werden.


Wilde Tiere in der Stadt

3 x 2 Stunden, ab 5 Jahren

Bandgeschichte Jule und die TiereWelche wilden Tiere fühlen sich in der Großstatd Berlin wohl? Schon mal einem Fuchs oder Wildschwein im Stadtpark begegnet? Das wäre nicht ungewöhnlich.
Wir tauschen uns mit den Kindern darüber aus, welche Tiere sie schon gesehen haben und was sie von ihnen wissen. Dazu schauen wir uns Dias und Bücher an.
Am laufenden Band setzen wir die von uns ausgedachte Geschichte Jule und die Tiere um.
Für die Kitakinder in gekürzter Version.

Jule und die Tiere

Jule hat sich ein Bein gebrochen. Sie trägt nun einen langen weißen Gips. Weil sie so nicht nach draußen gehen kann, steht sie den ganzen Tag mit ihren Krücken am Fenster und schaut hinaus in den Stadtpark, der direkt hinter ihrem Haus beginnt. Dort gibt es eine große Wiese, alte Bäume, ein paar Blumen und einen kleinen blauen Teich. Neben Spaziergängern, Liebespärchen und spielenden Kindern, tummeln sich auch jede Menge Tiere im Park. Manche sieht man nicht sofort, sondern man muss etwas Geduld haben, bis sie sich zeigen.
Als Jule heute hinausschaut, sieht sie zwei flinke Eichhörnchen mit ihrem hellroten Fell und buschigen Schwänzen beim Fangenspiel. Die beiden hüpfen von Ast zu Ast und scheinen dabei fast zu fliegen. Ein Eichhörnchen hat soeben einen halben Salto gemacht. Jule ist neidisch – wenn sie nur auch einmal so in den Bäumen herum hüpfen könnte wie die beiden Tiere. Doch im Moment wäre sie schon glücklich, wieder ohne Krücken laufen zu können.
Vom lustigen Spiel der Eichhörnchen angelockt, stecken nun die Wildkaninchen ihre Köpfe aus ihren Behausungen heraus. Und schwupp, verschwinden die Köpfe wieder und schwupp kommen sie erneut zum Vorschein. Ein Kaninchen schüttelt dabei wie wild den Kopf. Dabei schlackern seine beiden langen Ohren hin und her. Schließlich kriecht es aus seinem Erdloch und hoppelt gemütlich über die grüne Wiese bis hinüber zum Stadtteich.
Auf dem Teich schwimmen friedlich und schnatternd die Enten. Ab und zu tauchen sie ihre Köpfe unter Wasser und strecken ihr Hinterteil in die Luft. Dann kann man sogar die Schwimmhäute an ihren Füßen sehen. Sie schwimmen Runde um Runde und irgendwann wird es Jule langweilig, ihnen dabei zuzusehen. Aber auf einmal – platsch! – springt ein grüner großer Frosch ins Wasser und macht große Wellen um sich herum – die Enten ändern ihre Richtung und schwimmen eilig davon. Der Frosch klettert gemütlich auf eine Seerose und ruht sich in der Sonne aus.
Nach dem Abendessen öffnet Jule wieder ihr Fenster, um frische Luft hereinzulassen und was entdeckt sie da? Ein Igel schnauft auf seinen kleinen Beinchen in der Dämmerung an der Hecke entlang. Doch als ein Hund schnüffelnd um die Ecke biegt, rollt sich der Igel vor Schreck blitzschnell zu einer Kugel zusammen. Der Hund bleibt überrascht stehen und bellt den stachligen Ball vor sich auf dem Boden an. Aber die seltsame Kugel reagiert nicht. Der Hund bellt weiter und versucht vorsichtig, die Kugel mit seiner Pfote zu rollen. Au wie das piekt!
Da öffnet sich die Kugel und der Igel zeigt sich mutig, jedoch der Hund rast vor Schreck davon. Jule muss lachen – sie hat nicht damit gerechnet, dass sich der Hund vor dem kleinen Igel fürchten würde.
Und wer kommt da noch ganz hungrig angeschlichen? Der Fuchs. Einen Fuchs hat Jule noch nie dort draußen gesehen. Er durchwühlt die Reste der Mülleimer, scheint aber nichts Leckeres zu finden und trottet wieder von dannen.
Jule ist müde und legt sich ins Bett.
In der Nacht scheint der Mond in ihr Zimmer und sie träumt von all den Tieren im Park. Im Traum ist die Tierwelt völlig verdreht: Die Eichhörnchen hüpfen über den Teich und haben Stachel auf ihrem weichen Fell, ein Wildkaninchen springt in dem alten Parkbaum von Ast zu Ast und versucht den Fuchs zu fangen, der sich unter dem Hund versteckt hat. Der Frosch hebt sich in die Lüfte und fliegt zwischen den Wolken davon.
Plötzlich hat Jule das Gefühl, dass gelbleuchtende Augen sie anschauen. Schläft sie noch oder sieht sie die Eule wirklich?  Als sie hochschreckt und sich die Augen reibt, ist es noch ganz dunkel im Zimmer. Nur draußen hört sie die Eule rufen. Hu-huu, hu-huu! Wahrscheinlich ist sie auf der Jagd nach kleinen Tieren.
Jule dreht sich um, so gut das eben mit einem Gipsbein geht, und schläft bis sie von der Sonne geweckt wird. Ihre Eltern haben ihr das Frühstück ans Bett gestellt. Doch was läuft da über ihr Marmeladenbrot? Eine Ameise! Nein, nicht EINE Ameise, sondern eine ganze Ameisenarmee! Als sie näher hinsieht, bemerkt sie ein Schild, dass von den Ameisen über ihr Marmeladenbrot getragen wird: Jule, wir wünschen Dir gute Besserung!
Dann hört sie die Ameisen auch rufen: “Gute Besserung, Jule!!”
Und dann macht eine riesige Ameise: “PSSSSST – Jule schläft doch noch!”
In dem Moment schreckt Jule erneut auf. Sie hüpft verwundert an das Fenster und öffnet es. Unten stehen ein paar Freunde von ihr, die auf dem Weg zur Schule sind.
Sie rufen zu ihr hoch: “Gute Besserung, Jule, komm bald wieder mit uns zur Schule!”
Jule winkt und ruft: “Danke!. Kommt ihr mich nach der Schule besuchen? Das wäre toll.”
Als Jule das Fenster wieder schließen will, sieht sie, dass sich im Fensterrahmen eine Spinne ein Netz gebaut hat. Da muss Jule besonders vorsichtig sein, um nicht das Netz zu zerstören und die Spinne zu vertreiben.
Sie muss noch einige Zeit warten, bis sie ihre Freunde nach der Schule besuchen kommen werden. Um sich die Langeweile zu vertreiben, schaut sie sich ein Tierbuch an und versucht die Tiere zu finden, die sie schon im Park gesehen hat. Später holt sie ihre Kamera aus dem Schrank und macht ein paar Fotos von dem turtelnden Taubenpärchen im Ahornbaum.
Jule ist so damit beschäftigt, dass sie fast die Klingel nicht gehört hätte. Sie humpelt zur Tür und fünf wilde Tiere, ähm nein, Kinder, stürzen in die Wohnung hinein.
Leckere Kekse haben sie vom Bäcker mitgebracht. Dazu gibt es noch Limonade und Kakao. Das ist ja fast wie bei einem Kindergeburtstag! Die Kinder setzen sich zu Jule aufs Bett und lauschen gespannt ihren Tiergeschichten. Da haben die Freunde eine Idee: ab jetzt wollen sie all ihre Erlebnisse und Beobachtungen in ein Tiertagebuch schreiben und malen….

 

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